Schüler:innen – enorm mutig

Jugendliche können verdammt mutig sein!

Nur merken das oft die wenigsten. Mit unserem Projekt „Schüler:innen enorm mutig“ wollen wir das ändern!

Wir wollen hier eine ganz andere Seite von Schülerinnen und Schülern zeigen: Außergewöhnlicher Mut und Erfolg gegen größte Widerstände und bei sehr schwierigen Themen – im Umweltschutz, in der Politik und im sozialen Bereich.

An dieser Stelle präsentieren wir euch in regelmäßigen Abständen eine entsprechende Schülerin oder Schüler:

Jakob Backsen, der sich für den Klimaschutz einsetzt, um seine Heimat Pellworm vor dem Untergang zu retten.

Melati und Isabel Wijsen gewannen die komplette Insel Bali samt Gouverneur für die Lösung eines brisanten Umweltproblems.

Ou Hongyi eine 18-Jährige, die unerschütterlich durch Proteste sowie durch Aktionen zum Umweltschutz auffordert.

Emma González, eine 18-Jährige, die mit enormer Sprachkraft Menschen auf der ganzen Welt wachrüttelt gegen die Waffengewalt in den USA.

Joshua Wong, ein 23-Jähriger Student aus Hongkong protestiert schon als 14-Jähriger gegen die chinesische Regierung.

Walter Klingenbeck, der sich bereits als Teenager öffentlichkeitswirksam gegen den Nationalsozialismus einsetzte.

Helmuth Hübener, der während des Nationalsozialismus heimlich verbotene Nachrichtensender abhörte und die Meldungen, auf Flugblättern gedruckt, unter die Leute brachte.

Hanno Günther, der sich während des Nationalsozialismus für Frieden und Meinungsfreiheit einsetzte.

Pilotprojekt „Geniale Wissenschaft – selbst erleben“

Vermittlung von Wissenschaft an Schüler:innen von Mittelschulen in der Metropolregion Nürnberg-Erlangen

Realität ist: Mittelschule hier, Universität da – es gibt keine Berührungspunkte und die eine Seite nimmt die andere nahezu kaum oder verzerrt wahr. Was hier fehlt ist die menschliche Kommunikation.

Mit dem Pilotprojekt „Geniale Wissenschaft – selbst erleben“ setzen das Schulmuseum und das ZiWiS daher auf das persönliche Erleben, die persönliche Begegnung. Im Projektverlauf soll ein wechselseitiges Verständnis von Mittelschule und Universität ermöglicht und bestehende Kommunikationsbarrieren auf beiden Seiten abgebaut werden.

Der erste Durchlauf des Projektes soll als Basis dienen, damit es zukünftig größer ausgebaut und durch wissenschaftliche Forschung begleitet werden kann.

Dabei soll das Bewusstsein für Bildungshindernisse innerhalb der Universität geschärft werden sowie Expertise für universitäre Institutionen etwa mit Blick auf die Lehramtsausbildung und Lehre erarbeitet werden.

Die Jugendlichen eignen sich in Gruppenarbeit, unterstützt durch Studierende, Hintergrundwissen zu verschiedenen Themen an – darunter Genforschung, Internet, Friedensforschung, Relativitätstheorie und Mythenforschung –, besuchen die besten Wissenschaftler:innen ihres Faches und berichten ihrer Schulgemeinschaft von den Erfahrungen. Das Projekt will Interesse an Wissenschaft vermitteln, aber auch das Selbstvertrauen dieser Jugendlichen und generell die gesellschaftliche Position von Mittelschulen stärken. Die Bedeutung wissenschaftlicher Forschung für ihren Alltag und der Erlebniswert wissenschaftlichen Arbeitens wird so plastisch nahegebracht. Das Treffen mit erfolgreichen Forschern – unter anderem auch Leibniz- und Nobelpreisträger – ist der Höhepunkt des Projekts.

Das Konzept wurde zusammen mit Wissenschaftler:innen, Schüler:innen und Lehrer:innen sowie Studierenden mit ähnlicher Biographie wie die der Schüler:innen (Role Models) entwickelt.

Am Ende des Projektes drehen die Schüler:innen gemeinsam mit einem professionellen Team Online-Lehrvideos. Die Ergebnisse finden Sie auf unserem YouTube-Channel.

Eine Informations-PDF mit den wichtigsten Daten zum Download findet sich hier.

Den Bericht zum Projekt der Nürnberger Zeitung finden Sie hier.

Und hier geht es zum zweiten Durchgang!

Projektleitung Durchgang 1
Dr. Mathias Rösch (Schulmuseum Nürnberg)
Dr. Sebastian Schuol (ZiWiS)

Kooperation

Zentralinstitut für Wissenschaftsreflexion und Schlüsselqualifikationen (ZiWiS) an der FAU

Prof. Dr. Thomas Eberle (Lehrstuhl für Schulpädagogik mit dem Schwerpunkt Schulentwicklungsforschung und Experiental Learning)

Projektkoordination
Lisa Bauereisen, M.A. – lisa.bauereisen@fau.de

Beteiligte Schulen
Konrad Groß-Schule, Mittelschule Nürnberg
Bismarck-Schule, Mittelschule Nürnberg
Scharrer-Schule, Mittelschule Nürnberg

Studentische Hilfskräfte
Amelie Bayer, Kim Graf, Pascal Kirchner, Duy Anh Nguyen, Céline Rakus, Tassilo Tissot

Laufzeit
2018-2019

Förderung
Robert Bosch Stiftung
Innovationsfond Lehre der FAU


Abschlussfest mit Präsentation der YouTube-Filme an der Bismarck Schule


Abschlussfest mit Präsentation der YouTube-Filme an der Konrad Groß Schule 


Drehtage/Produktion der YouTube-Filme an der Bismarckschule und der Konrad Groß Schule mit Markus Tischner (frisbee medien)
(Fotos: Schulmuseum Nürnberg)


Schülergruppe der Konrad Groß Mittelschule bei Prof. Dr. Heike Paul
Lehrstuhl für Amerikanistik, insbesondere nordamerikanische Literatur- und Kulturwissenschaft, FAU (Amerikanistik/Mythen-Forschung/Kolumbus)
(Fotos: Anestis Aslanidis/FAU)


Schülergruppe der Bismarck Mittelschule bei Prof. Dr. Hanno Sahlmann
Institut für theoretische Physik III (Quanten Gravitation), FAU (Relativitätstheorie)
(Fotos: Anestis Aslanidis/FAU)


Schülergruppe der Konrad Groß Mittelschule bei Prof. Dr. Gerd Leuchs
MPI für die Physik des Lichts/Lehrstuhl für Experimentalphysik (Optik), FAU (Internet)
(Fotos: Anestis Aslanidis/FAU)


Schülergruppe der Bismarck Mittelschule/Konrad Groß Mittelschule bei Prof. Dr. Christoph Weller
Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Friedens- und Konfliktforschung, Universität Augsburg (Friedensforschung/Massenvernichtungswaffen)
(Fotos: Fotostelle Universität Augsburg)


Schülergruppe der Scharrer Mittelschule bei Prof. Dr. Peter Wasserscheid
Lehrstuhl für Chemische Reaktionstechnik der FAU (Wasserstoff-Technologie)
(Fotos: Giulia Iannicelli/FAU)


Schülergruppe der Bismarck Mittelschule bei Prof. Dr. Christiane Nüsslein-Volhard (Nobelpreisträgerin, 1995 für Physiologie/Medizin)
Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie, Tübingen (Genforschung)
(Fotos: MPI Tübingen)


Schülergruppe der Scharrer Mittelschule bei Prof. Dr. Vahid Sandoghdar
Lehrstuhl für Experimentalphysik der FAU Max-Planck-Institut für die Physik des Lichtes (hochauflösende Mikroskopie)
(Fotos: Giulia Iannicelli)


Schülergruppe der Scharrer Mittelschule bei Prof. Dr. Martin Ullrich
Lehrstuhl für Interdisziplinäre Musikforschung mit Schwerpunkt Human-Animal Studies, Nürnberg (Denken und Bewusstsein bei Tieren)
(Fotos: Giulia Iannicelli)


Aus den Schülerworkshops an der Scharrer Mittelschule
(Fotos: ZiWiS)

Zeitzeugen

Zeitzeug:innen zur Schulgeschichte der 1930er und 1940er Jahre

Seit 2011 werden in einem Film- und Tonbandprojekt laufend Zeitzeug:innen zur Schule in Mittelfranken/Nürnberg in den 1930er und 1940er Jahren interviewt.

Ziel ist es, für wissenschaftliche Forschung und die Arbeit mit Schulen wertvolle Erinnerungen und Wissen zu erhalten, das in schriftlichen Quellen nahezu nie erfasst wird: Wie bewältigen z.B. Menschen die vielfältigen Herausforderungen von Schule (Motivation, Lerntechniken, Prüfungsangst usw.)? Wie wirken Lehrmethoden und Lehrinhalte? Oder: Wie bereiteten sich Lehrkräfte auf den Unterricht vor?

Kennen auch Sie Menschen, die zwischen 1930 und 1950 in Nürnberg oder Umgebung zur Schule gegangen sind und die uns ihre Geschichte erzählen würden?

Wir würden uns über eine Kontaktaufnahme freuen!

Kooperation mit
NLLV, Philologenverband Mittelfranken

Start
2012

Wie ticken die Deutschen? Neue Lernwerkstatt

Leider kann die Lernwerkstatt „Wie ticken die Deutschen?“ aufgrund der aktuellen Corona-Lage momentan nicht stattfinden. Wir hoffen allerdings, dass dies ab 2021 wieder möglich ist. Falls Sie Interesse haben, melden Sie sich gerne per Mail bei uns (schulmuseum@fau.de).

Warum ist uns heute Gleichberechtigung so wichtig? Wieso werden Schüler:innen nicht mehr geschlagen? Warum wird Rassismus bekämpft? Über historische Schulobjekte die Entwicklung grundlegender Werte unserer Gesellschaft kennenlernen. Die Lernwerkstatt richtet sich an Jugendliche mit Fluchthintergrund aber auch an Schülerinnen und Schüler allgemein.

Im Mittelpunkt stehen die Themenfelder Gleichberechtigung, Toleranz und Pluralismus und die Abkehr von autoritären Erziehungsformen: Welche Werte galten vor 1945?  Welche Werte sind für uns heute wichtig?

Gearbeitet werden kann mit Aufsätzen, Fotos, Schulbüchern und vielen anderen Objekten aus dem Alltag von Schüler:innen früher und heute.

Ziel ist es, die Integration von Jugendlichen mit Fluchthintergrund und zugleich den Werte-Dialog unter den Jugendlichen zu stärken.

Das Projekt wurde zusammen mit Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und dem MPZ sowie dem Lehrstuhl für Didaktik des Deutschen als Zweitsprache der Universität Erlangen-Nürnberg entwickelt.

Kooperation
Wertebündnis Bayern
Museumspädagogisches Zentrum München
Lehrstuhl für Didaktik des Deutschen als Zweitsprache der Universität Erlangen-Nürnberg

Start
2020